Diese Männer Schafften Das Unmögliche: Die Flucht Aus Alcatraz

Veröffentlicht auf 07/20/2020
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Bis in die Sechziger errang sich das Gefängnis auf der Insel Alcatraz den Ruf der ausbruchssichersten Haftanstalt auf diesem Planeten. Alleine die Lage der Insel schien einen Ausbruch unmöglich zu machen. Und tatsächlich hatten es bis zum Sommer 1962 genau 36 Häftlinge versucht. Aber keinem gelang die Flucht, keiner überlebte sie. Doch im Juni des Jahres sollte soch das ändern. Drei Häftlinge schafften es nicht nur unbescholten ins eisig kalte Wasser der Bucht vor San Francisco zu springen, sie wurden auch niemehr gesehen! Lange hielt man sie für ertrunken, doch dann bekam die Polizei im Januar 2018 einen mysteriösen Brief…

Entfesslungskünstler

Diesen drei Häftlingen gelang im Sommer 1962 die unglaubliche Flucht aus den Mauern von Alcatraz. Alleine das schien bis dahin unmöglich. Doch das Gefängnis, auch als “The Rock” bekannt, ist umgeben vom eisig kaltem Wasser der Bucht von San Francisco. Weil die Vernecher nie mehr gesehen wurden, vermuteten die meisten, sie seien schlicht ertrunken. Doch wo waren ihre Leichen? Ihre Flucht blieb ein Mysterium. Bis die Polizei im Januar 208 einen seltsamen Brief erhielt…

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Entfesslungskünstler

Flucht von der Felseninsel

Alcatraz war damals der Ort, wo die schlimmsten Verbrecher der USA landeten. Ein Hochsicherheitsgefängnis, entworfen, um die Menschheit vor den verrufensten und gefährlichsten Kriminellen zu schützen. Drei Häftlingen jedoch gelang das Unmögliche. Sie schafften es tatsächlich alle Sicherheitsmechanismen auszuschalten oder zu überwinden. In der Geschichte der USA gilt diese Flucht aus Alcatraz bis heute als einer der berühmtesten ungelösten Fälle. Die einheimischen Polizei-Beamten und das Gefängnispersonal glaubte damals zwar, dass die drei ertrunken seien. Doch es gibt Hinweise, dass die Flüchtigen das Bad im eisigen Meer überlebt haben, und tatsächlic davon gekommen sind. Als das FBI 2018 einen mysteriösen Brief erhielt, öffnete sie die Fallakte und damit auch die Untersuchung.

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Flucht von der Felseninsel

Das Mastermind

Zu erst einmal müssen wir Ihnen Frank Lee Morris vorstellen. Der Insasse von Alcatraz war nicht nur ein Schwerverrbecher, er galt als Genie. Oder Lebenskünstler. Nachdem er im Alter von elf Jahren zum Waisenjungen geworden war, wurde er von einem Heim zum nächsten geschickt. Einerseits lernte er schnell, sich selbst zu behaupten und sich immer irgendwie durchzuschlagen, auf der anderen Seite hatte er ein Talent dafür, in Schwierigkeiten zu geraten. Bereits mit 13 Jahren wurde er das erste Mal eines Verbrechens überführt. Wer hätte gedacht, dass dieser Lausejunge einmal das Mastermind hinter dem berühmtesten Gefängnis-Ausbruch der Geschichte sein würde?

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Das Mastermind

Seine erste Flucht

Schon in seiner Jugend beteiligte sich Frank Lee Morris an allen mäglichen kriminellen Machenschaften. Das führte dazu, dass er bald die berüchtigsten Gefängnisse von innen kannte. Sogar im “Alcatraz des Südens”, einem anderen vermeintlichen Hochsicherheitsgefängnis in Lousiana, hatte er schon eingessessen. Allerdinsg saß er nur zehn Jahre der Haftstrafe für einen Banküberfall ab. Dann entkam er. Immerhin ein Jahr lang blieb er verchwunden, bis die Polizei ihn bei einem weiteren Überfall dingsfest machte. Diesmal landete er in Alcatraz. Seine freien Tage schienen gezählt.

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Seine erste Flucht

Die Anglin-Brüder

Ausbruchskünstler Frank Lee Morris war klar, dass er Alcatraz nicht alleine entfliehen würde können. Also suchte er nach einem Team. Dazu suchte er sich die Anglin-Brüder aus. Kaum wurde auf die Insel gebracht, freundete er sich mit den Brüdern aus Florida an. Anders als Frank waren sie keine Waisen. Ihre Eltern arbeiteten als Saison-Arbeiter und zogen mit ihrer Kinderschar durchs ganze Land, immer auf der Suche nach Jobs. Jeden Juni kam die Familie in den Norden, um dort Kirschen zu ernten.

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Die Anglin-Brüder

Durch dick und dünn

Die Brüder John und Clarence waren beinahe siamesische Zwillinge. Schon als Kinder machten sie alles zusammen. Als sie klein waren, reisten sie mit der ganzen Familie im Land umher. Die Eltern waren Saisonarbeiter und manchen Sommer kamen sie mit Jobs bis nach Michigan. Weil die Brüder den See dort liebten und echte Wasseratten waren, wurden sie bald zu exzellenten Schwimmern. Wer hätte gedacht, dass ihnen dieses Talent mal zur Flucht verhelfen würde? Aus dem sichersten Gefängnis der Welt? Die beiden begannen sich schon in ihren Zwanzigern einen zweifelhaften Ruf als Bankräuber zu erarbeiten. 1956 wurden sie  gefasst und landeten schließlich auf der Insel. Sie sollten nur kurze Zeit in Alcatraz verbringen. Einem Gefängnis, in dem die Häftlinge normalerweise bis zum Lebensende saßen.

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Durch dick und dünn

Vierer-Bande

Zuerst landeten die Brüder in der Vollzugsanstalt von Atlanta. Allerdings versuchten sie oft auszubrechen, dass sie schließlich auf die Insel transferiert wurden. Dort freundeten sie sich mit dem schlauen Frank Lee Morris an und einem weiteren Insassen: Allen West. Alle vier galten als notorische Ausbrecher. Kein Wunder, dass sie sich zusammentaten, Erfahrungen austauschten und einen Plan ausheckten, der immer noch unmöglich erscheint. Sie wollten weg von der Insel. Durch Mauern, ein eisiges Meer, in die Freiheit!

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Vierer-Bande

Der Plan ist gefasst

Eigentlich war der Pla gar nicht so kompliziert, den sich die vier ausgedacht hatten. Aber trotzdem schien er selbst den Ausbruchskünstlern unmöglich. Doch was hattenn sie schon zu verlieren. Alcatraz war die Endstation. Wenn sie allerdings auch nur den Hauch einer Chance haben wollten, mussten sie unheimlich gut aufeinander abgestimmt arbeiten. Es war nicht das erste Mal, dass Häftlinge versuchten aus Alcatraz auszubrechen. Aber alle Insassen kannten die Geschichten. Über dreißig Häftlinge hatten das Unmögliche versucht. Alle waren dabei umgekommen. The Rock ist eine Festung.

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Der Plan ist gefasst

Wie alles begann

Spätere Untersuchungen brachten zu Tage, dass alle vier Insassen sich wahrscheinlich bereits vorher gekannt hatten oder zumindest voneinander gehört hatten. Alle vier hatten ihre Zeit in der Strafsvollzugsanstalt von  Atlanta verbracht. Die Anglin Brüder hatten Frank Lee Morris mit großer Sicherheit schon früher getroffen. Dann kam ihnen das Glück zu Hilfe. In Alcatraz saßen die Ausbruchskünstler Zelle an Zelle und hatten somit die Möglichkeit Botschaften auszutauschen und ihren gemeinsamen Ausbruch zu planen. Doch würde ihnen das gelingen?

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Wie alles begann

Zu ihrem Vorteil

Zwei weitere Aspekte spielten der Bande in die Hände. Alcatraz war damals nicht nur ein Gefängnis, sondern eine kleine Fabrik. Um die Häftlinge sinnvoll zu beschäftigen, wurden hier Möbelstücke, Schuhe und Uniformen für die US Army hergestellt. Weil die Vier allesamt keine Mörder waren, selten für Alcatraz, wurden sie etwas lockerer behandelt von den Wärtern. Das gab ihnen die Mäglichkeit an das entsprechende Werkzeug zu gelangen.

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Zu ihrem Vorteil

Fluchtwerkzeug

Schritt für Schritt gingen sie ihren Plan an. Das verlangte einiges an Geduld, aber wenn es ihnen an einem nicht mangelte, dann wae das Zeit, Der Plan war simpel, aber brilliant. Sie wollten Puppen an ihrer statt auf den Pritschen zurücklassen, um etwas mehr Zeit zu gewinnen. Immerhin mussten sie nicht nur aus dem Gefängnis ausbrechen, sondern auch eine Möglichkeit finden, die Insel zu verlassen. Die Wärter hatten damals klare Anweisen, jeden Flüchtigen einfach zu erschießen. Es ging also um Freiheit oder Tod.

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Fluchtwerkzeug

Aufgabenverteilung

Wie sich später herausstellte, hatten die vier ihre Aufagben klar verteilt. In einer Hinsicht waren sie jedoch auf sich allein gestellt. Jeder von ihnen musste den Ausbruch aus der eignen Zelle alleine bewerkstelligen. Die Anglin Brüder waren des weiteren dafür zuständig die Puppenköpfe herzustellen, mit denen sie die Wärter um die Nase führen wollten. Dabei mussten sie nutzen, was sie finden konnten: Klopapier, Seife und Menschenhaar vom Gefängnis-Friseur. Morris dagegen sollte ein Ziehharmonika-ähnliches Werkzeug konstruieren, mit dem sie schnell ein Schlauchboot und Schwimmwesten aufpumpen konnten.

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Aufgabenverteilung

Die harte Arbeit

Zusammen arbeiteten sie an Werkzeugen, mit denen sie sich aus den Zellen graben konnten und die Schrauben der Lüftungsgitter öffnen konnten. Dazu nutzten sie Läffel, die sie aus der Kantine klauten und Reste aus der Holzwerkstatt. Jeden Tag von 17.30 Uhr bis 21 Uh arbeiteten sie an ihrem Fluchtweg. Mühsam Läffel für Löffel gruben sie Tunnels unter die Zellenmauer, durch die sie gerade so passen mussten. Indem sie die Belüftungsgitter an den Wänden entfernten, gewannen sie mehr Raum, um scih zu bewegen.

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Die harte Arbeit

Bröckelndes Fundament

Man muss dazu sagen, dass sich das Gefängnis damals nicht unbedingt im besten Zustand befand. Das Fundament war alt, die salzige Luft, Sonne und Wind setzten dem Gemäuer und den Leitungen zu. Das Salzwasser aus dem Meer zerfraß den Zement. Gleichzeitig hatten die Häftlinge ausnahmsweise heißes Wasser zum Duschen, damit nicht alle ständig krank wurden im eisigen Klima auf der Insel.

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Bröckelndes Fundament

Ablenkungsmanöver

Aber wie machten die Männer das alles nur, ohne, dass es irgendjemandem auffiel? Tatsächlich spielte ihnen die erst kürzlich in Kraft getretene Gefängnisreform in die Händer. Die Insassen durften nämlich jetzt eine Stunde am Tag Musik spielen. Morris griff also zum Akkordeon und spielte möglichst laut und unharmonisch, um das Kratzen und Hämmern am Zement zu übertönen. Nachdem sie ein ersten Loch in die Hinterwand der Zelle gegruben hatten, stellten die Häftöinge fest, dass sich dahinter ein Versorgungung-Gang befand. Wie praktisch!

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Ablenkungsmanöver

Erster Rückschlag

Dieser Korridor war unbewacht und hatte nur ein Geländer. Wenn die Häftlinge es also schaffen würden, Löcher in die Mauern zu graben, durch sie ihre Körper zwingen können würden, hätten sie eine direkte Verbindung zum Dach des Gefängnisses. Dazu mussten sie sich allerdings durch enge Versorgungsschächte arbeiten. Wie frustriert sie gewesen sein müssen, als sie eines nachts entdeckten, dass die meisten Schächte mit einer dicken Schicht Zement versiegelt waren. Schließlich fanden sie jedoch einen Schacht, durch den sie sich mit einer Art selbstgemachtem Schraubenschlüssel durchschlugen.

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Erster Rückschlag

Der Durchbruch

Im Mai 1962 war es soweit, dass sowohl Morris als auch die Anglin-Brüder die Löcher in ihren Zellen weit genug ausgegraben hatten, um sich hindurchzuschlängeln. Als nächstes bastelten sie sich aus Regenmänteln mit Nadel und Faden und Kleber eine Art Schlauchboot und Schwimmwesten zurecht. Fünfzig Regenmäntel gingen dafür drauf! Wie sie die wohl aus der Kleidungskammer geschmuggelt hatten? Das Boot war ein wichtiger Bestandteil ihres Plans, sie wussten, dass sie keine Chance hatten, durch das kalte Wasser bis an die Küste zu schwimmen.

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Der Durchbruch

Der Fluchtweg ist fertig

Schließlich war alles bereit, nur Allen West meißelte immer noch an seinem Ausbruchsloch herum. Als er die anderen am 11. Juni 1962 schließlich wissen ließ, dass auch er mit den Grabungsarbeiten an seiner Zelle fertig war, war das ihr Signal. Jetzt sollte es losgehen. Alles war perfekt durchgespielt. Sie fühlten, sie hatten eine reelle Chance. Am riskantesten würde der Weg durch den Schacht sein, der Abstieg vom Dach und natürlich die Flucht ans Ufer und die Fahrt mit dem Schlauchboot. Das einzige, was ihnen einfach erschien, war der Ausbruch aus den Zellen. Schließlich hatten die meisten von ihnen sich schon einige Male durch die Löcher gequält, um den weiteren Fluchtweg auszukundschaften…

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Der Fluchtweg ist fertig

Das Signal

Nervös warteten sie am Abend darauf, dass endlich die Lichter ausgehen würden. Würden sie wriklich frei sein am nächsten Morgen? Oder erschossen irgendwo zwischen den Felsen liegen? Alle kannten das Risiko, aber die Freiheit war es ihnen wert. Mit pochenden Herzen lagen die vier auf ihren Pritschen und gingen immer wieder alle Schritte durch. Sobald die Wärter das Licht ausknipsten, würden sie die Puppen unter den Decken drapieren und sich so leise wir möglich durch ihre Schlupflöcher arbeiten.

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Das Signal

Verrechnet!

Die Anglin-Brüder und Morris brauchten nur einen Moment, um sich durch ihre selbstgegrabenen Lächer zu winden. Doch während sie im Versorgungsgang warteten, flüsterte ihnen Allen West zu, dass er sich wohl verrechnet hatte. Er passte einfach nicht durch! Morris hlaf ihm zwar ein wenig von der anderen Seite wegzubrechen. Aber allen war klar, dass es dafür nun zu spät war. Sie konnten es nicht riskieren. Und so beschlossen sie gegen 21.30 Uhr ihren Gefährten zurückzulassen. Keine leichte Entscheidung nach all den Wochen des Planens und Arbeitens. Es muss eine furchtbare Nacht für Allen West gewesen sein: Er hatte seine Chance verspielt, aber vielleicht würde er am Morgenappell auch seine toten Kameraden sehen?

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Verrechnet!

Auswegslos

Die Entscheidung Allen West zurückzulassen, war mit Sicherheit schwer. In solchen Situationen wächst man zusammen und außerdem hatten sie alles für vier Leute geplant. Jeder hatte seine Aufgabe. Aber West wusste, er konnte seine Kameraden nun nicht zurückhalten, sonst würden alle auffliegen. Jedes Geräusch konnte die Wärter aufmerksam machen. Es war die Chance ihres Lebens, die einzige. Also huschten die drei anderen durch den Versorgungskorridor, kletterten über die Rohre beinahe zehn Meter hinauf zum Lüftungsschacht und krochen ins Freie: aufs Dach!

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Auswegslos

Der Abstieg

Der Aufstieg vom Versorgungskorridor zum Dach gelang ihnen schneller als gedacht. Doch nun mussten sie dreißig Meter zur anderen Seite kriechen und dort gut 15 Meter hinabklettern! Sie landeten gleich neben den Duschen und schafften es leise an der diensthabenden Wache vorbeizuschleichen. Vermutlich waren alle drei bis oben hin mit Adrenalin vollgepumpt, als sie durch Gebüsch und über Felsen zur Küste rannten. Auf der Schulter trugen sie das gefaltete Boot und die Schwimmeweste. Allen war klar, dass das eigentliche Abenteuer nun erst beginnen würde. Das Meer war auch im Juni eisig kalt, und sie wussten nicht mal, ob ihr selbstgeklebtes Rettungsboot sie alle tragen würden.

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Der Abstieg

Morgen-Appell mit Überraschung

Clarence Anglin, John Anglin, und Frank Lee Morris waren seitdem nie mehr gesehen. Es muss gegen 23.30 Uhr gewesen sein, als sie mit ihrem selbstgebastelten Boot in See stachen. Erst beim Morgenappell bemerkten die Wachen, dass drei Häftlinge fehlten. Die anderen Insassen wurden mit der dröhnenden Not-Sirene geweckt. Alle waren in Schock. War es den dreien tatsächlich gelungen aus dem sichersten Gefängnis Amerikas auszubrechen? Keiner hätte das für möglich gehalten, weder die Wächter noch die anderen Häftlinge. Waren sie ertrunken oder auf freiem Fuß?

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Morgen-Appell mit Überraschung

Von wegen aufgeben!

Allen West hatte übrigens nicht aufgegeben. Zurückgelassen kratzte er wie verrückt an seinem Loch herum, und tatsächlich schaffte er es schließlich, sich ebenfalls hindurchzuwinden. Die Hoffnung stirbt zuletzt. So machte er sich auf den Weg und folgte den anderen durch den Korridor und über die Rohre aufs Dach. Dort war allerdings keine Spur mehr von ihnen zu entdecken. Er hatte kein Boot, keine Weste, war auf sich allein gestellt. Jetzt hieß es schwimmen, oder zurück in die Zelle.

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Von wegen aufgeben!

Keine Chance

West guckte auf die See und ihm war klar, er würde den Weg durch die eisigen Wogen nicht überleben. Also traf er eine weitere schwere Entscheidung und kehrte leise zurück in seine Zelle. Ihm war klar, dass die Wächter den Ausbruch am Morgen bemerken würden. Dass sie jeden Zentimeter des Gefängnisses absuchen würden und sein Fluchtloch entdecken. Ihm blieb also nur eine Chance: zu kooperieren. Am nächsten Tag gab er den Offizieren zu Protokoll, was er wusste. Zumindest dachten die Beamten das. Wer weiß, ob er wirklich alles erzählte. Oder sich was ausdachte, um den Kumpanen Zeit zu geben. Er gab zu Protokoll, dass die Bande geplant hatte, bis nach Angel Island zu paddeln, dort ein Auto und Kleidung zu klauen, und sich schließlich zu trennen.

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Keine Chance

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